Archiv der Kategorie 'Freak-Movies'
Hab mir jetzt das Remake von Tanz der Teufel, also auch Evil Dead, im Kino reingezimmert. Als jemand, der das Original echt dutzende Male gesehen hat, muss ich sagen, dass die Neuverfilmung schon ganz okay ist. Das Feeling ist halt nicht dasselbe und natürlich wurden auch die Handlung und die Rollen teilweise umgeschrieben, aber letzendlich geht er schon klar. Als ich den Werbeslogan für den Film gesehen habe, musste ich schon etwas lachen. Von wegen „schockierenster Film, den du je gesehen hast“ und so. Wie die immer übertreiben. Aber na klar, das soll halt das Mainstream-Publikum ansprechen und keine Horror-Junks.
Das Publikum im Kino war übrigens zum Kotzen. Lauter Vollidioten, die andauernd durch dumme Bemerkungen und albernes Rumgejohle darauf aufmerksam machen mussten, wie scheiße sie eigentlich sind. Das lustige war, dass in meiner Kinotruppe so einer am Start war. Der Kerl hat permanent durch widerliche und dämliche Sprüche darüber hinwegzutäuschen versucht, dass er sich eigentlich richtig in die Hose scheißt. Als wir dann draußen waren, meinte er dann, dass er die Nacht wohl nicht schlafen könnte und mir und `nem guten Kumpel blieb nichts anderes übrig, als ihm schadenfroh ins Gesicht zu lachen.
Fazit: Der Film ist schon kukkbar, sollte aber nicht zu sehr am Original gemessen werden und Horrorfilme im Kino zu schauen, ist vielleicht gar nicht mal so `ne gute Idee. Das Ende das Originals finde ich übrigens um einiges geiler.
Filme wie Bloodsport, Karate Tiger oder die ganzen Jackie Chan-Meisterwerke finde ich saugut. Nach meinem ersten Jackie Chan-Film („Police Story“), den ich mit 11 sah, legte ich mich dermaßen auf die Fresse, weil der Film mich so mitgerissen hatte und ich dachte, ich könnte auch paar krasse Sprungtritte ziehen. (Ja, wer kennt das nicht?) Die letzten richtig guten Martial Arts-Filme, die mir vor die Linse gekommen sind, waren die Ip Man-Movies. Den Karate Kid-Remake fand ich auch ganz nice. Wie ich drauf überhaupt drauf komme? Weil mir gerade der Soundtrack von Karate Tiger durch die Ohren zog.
„Deathdealer“ ist ein etwas gruselig daherkommender, metaphorischer Kurzfilm, der nachdenklich macht und in dem natürlich eine tiefere Message steckt. Mit gruselig meine ich nicht das typische gruselig im Sinne von „Du scheißt dir gleich in die Hose!“, sondern eher das mulmige, festhaltende und ehrliche, das dich dazu zwingt, dich mit bestimmten unbequemen Dingen auseinanderzusetzen und dich selbst zu hinterfragen. „Bin ich glücklich, mit dem, was ich tu?“, „Was mache ich aus meinem Leben?“, „Bin ich ein glücklicher Mensch?„…
Anschauen.
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Letzten Samstag `ne gute Serie entdeckt. Eine Folge in der Mediathek leider nur `ne Woche online. Kommt ansonsten immer jede Samstagnacht irgendwann, glaub ich.
PS: Nee, dazu gibt`s tatsächlich nichts mehr zu sagen.
Aggression Scale, ziemlich spannender Film. Auch wenn der Film wieder mal das Klischee von der hilflosen Frau bedient, die es nur mit männlichem Beistand bis zum Schluss eines Action-Movies schafft. Das permanente Gekreische von Lauren ging mir zwischenzeitlich sehr auf den Zeiger, gerade weil ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand, der sich in Todesangst vor seinen Verfolgern versteckt, laut in der Gegend rumjammert bzw. vorher `ne Fensterscheibe zerschlägt, um sich dann noch in aller Ruhe die Hand zu verbinden…
Das Konzept das Films fand ich ja schon beim Überfliegen der DVD-Hülle cool. Und stumpf. Und deswegen cool. Die beiden Kinder Lauren und Owen, werden von ihren Eltern, die sich vor `nem halben Jahr oder so erst kennengelernt haben, dazu gezwungen, mit ihnen in ein Landhaus zu ziehen und auf Familie zu machen. Als gerade mal die Möbel stehen, taucht ein Killerkommando auf, welches irgendwelche Kohle von so `nem scheiß Drecks-Boss auftreiben soll. Die Kohle hat der Vater von Owen (und Stiefvater von Lauren) darin investiert, Owen aus `nem Heim „freizukaufen“, in das er wegen seiner extremen Aggressionen und Wutausbrüche gesteckt wurde. Als die dreckigen Killer die (Stief-)Eltern der beiden umbringen, flüchten Lauren und Owen. Lauren schreit viel und Owen bewahrt natürlich den kühlen Kopf und seine extreme Gewalttätigkeit hilft den beiden wie Sau. Und so killt Owen so nach und nach jeden von diesen miesen Schweinen. Am Ende sitzen Lauren und er dann entspannt auf der Treppe des Hauses und planen mal schnell noch, den beschissenen Boss kaltzumachen.
Wie gesagt, spannender Action-Film mit ordentlichen Rachemomenten, den man sich ruhig mal reinziehen kann.
Hier der Trailer.
Für mich die eindrucksvollste Szenen von Lauren: 1. Als sie mit wirrem Gesichtsausdruck auf Owen zugeht und ihn an seinem Ohr packt. 2. Als sie den Lieferwagen fährt.
Beste Szene von Owen: 1. Als er sich den Baseballschläger schnappt. Das war der Moment, der alles verändert hat.
Ist schon ewig her, dass ich den letzten Film von Rob Zombie gesehen habe. The Devil`s Rejects war das. Wenn nicht, dann House Of 1000 Corpses. Ich habe mir bisher nur diese beiden angeschaut… Der Trailer zu Lords Of Salem macht auf jeden Fall Bock auf den Film, auch wenn er anfänglich `n bisschen austauschbar wirkt. Da sehe ich aber drüber hinweg. Ist halt `ne Mainstream-Produktion.
Es gibt wohl keine bessere! Das müsst ihr einsehen. Eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die über Serien schreiben. Ich schaue Serien eher heimlich und rede dann kaum darüber. Aber „Malcolm Mittendrin“ ist einfach der krasseste Übershit und die Zeit, die du mit dieser Serie verbringst, ist keine Verschwendung, sondern genüsslichste Meditation. Versteht mich nicht falsch, aber es gibt richtig viele Bullshit-Serien da draußen, die die Gehirne von Leuten in Griesbrei verwandeln und sie zu willenlosen Zombies werden lassen. „Malcolm Mittendrin“ hingegen ist ein wunderschönes Gedicht und der Inbegriff von Komplexität. Wer diese Serie scheisse findet, lügt.
Ach, du schöne Hippieüberschrift! Jetzt gerade lese ich „Into The Wild“ von Jon Krakauer, ein, auch mit wunderbaren Zitaten gespicktes, biographisches Buch über Alexander Supertramp, der sein Glück in der Wildnis von Alaska suchte. Den Film habe ich vor Jahren gesehen und er ist immer noch einer meiner absoluten Lieblingsmovies da draußen. Das Interessante ist, dass das Buch in mir die Lust wecken konnte, mal wieder Tolstoi zu lesen. Bisher las ich nur einige seiner Erzählungen, wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ und das ist verdammt lange her. Das war zu der selben Zeit, in der ich auch Sartre las und mich bis auf „Le mots“ mit dessen Romanen oft sehr langweilte und rumquälte. Tolstoi las ich auf jeden Fall begeisterter, aber vielleicht geb ich auch Sartre mal wieder `ne Chance. „Die Pest“ von Camus wartet auch immer noch sehnsüchtig darauf, von mir gelesen zu werden und ich fühle mich fast schuldig, das noch nicht getan zu haben, denn ein guter Freund brachte es mir mit. Bücher, die mensch gelesen haben sollte, gibt es von Jahr zu Jahr mehr und es fällt schwer, sich damit abzufinden, dass es unmöglich ist, alle zu lesen. Freuen wir uns über die, die wir schon gelesen haben!

Ach, auch noch: Für alle, die den Film „Into The Wild“ noch nicht gesehen haben, hab ich hier, wie immer, `nen Trailer eingebettet. Have a good time!